Inhaltsverzeichnis

1 - Der Europa Jugendbauernhof Deetz
    Allgemeines und Wissenswertes


2 - Einige der bisherigen Besuche auf dem EJB

3 - Workcamps -Infos und Bilder

4 - Lage - Landschaftsbild Deetz/EJB

5 - Flämisches Recht

6 - Bedeutung des Namen Deetz

7 - Neue Bedeutung des Namen Deetz

8 - Einwohnerzahlen von Deetz

9 - Der Garten - Wissenswertes und Fotos

10 - Die Enteignung / Der frühere Besitzer



























Der Europa Jugendbauernhof Deetz - Allgemeines und Wissenswertes

Der Europa-Jugendbauernhof Deetz wurde am 17.09.1996 offiziell eröffnet. Die Genehmigung des LEADER-II Projektes Europa-Jugendbauernhof wurde dem Landesverband der Landwirte im Nebenberuf Sachsen-Anhalt e.V. am 05.07.1996 erteilt.
Ab 01.01.2004 hat der Verein Europa-Jugendbauernhof Deetz e.V. die Verantwortung für das Haus übernommen.



Die Wesentlichen Ziele des EJB

¤   Die Ermöglichung von Kontakt mit Tieren und der Natur für Kinder und Jugendliche.
-
¤   Sinnvolle Freizeitgestaltung durch nützliche Tätigkeiten in der Natur und der Umgang und die Pflege von Tieren.

¤   Dadurch wird bei Kindern das Interesse am landwirtschaftlichen Beruf geweckt und gefördert.

¤   Der EJB führt zusammen mit Schulen und anderen Einrichtungen Projekttage, Exkursion, Seminare und Wandertage durch


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Seit dem 18.04.1998 verzeichnet der EJB schon eine ganze Anzahl von Besuchern:

¤ 1.  20.05.        Klasse 2 der Grundschule 2 aus Zerbst

¤ 2.  24.06.        Klasse 1 der Grundschule 2 aus Zerbst

¤ 3.  26.06         Kinder aus Deetz und der näheren Umgebung zum Indianerfest

¤ 4.  14.07.        Klasse 1 und 2 aus der Grundschule Nedlitz

¤ 5.  20.07.        Klasse 5 aus der Sekundarschule Lindau

¤ 6.  20.07.        Klasse 6 aus der Sekundarschule Lindau

¤ 7.  27.07.-07.08.  Kinder aus der Region zum Sommer-Ferienlager

¤ 8.  30.07./31.07.  Kindertagesstätte Zerbst


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Tag der offenen Tür - Bericht Volksstimme

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Auf dem EJB werden jährlich Workcamps durchgeführt.
Aufgliederung der Workcamps in 4 Durchgänge



Die Workcamps



Die ersten Jugendlichen vom Workcamp des gemeinnützigen Vereins "Pro International e. V."
kamen im Juli 1993 nach Deetz.
Unter nicht so idealen Bedingungen halfen sie bei den Aufräumarbeiten
auf dem Hof und im Haus tatkräftig mit. Das Workcamp von "Pro International e. V." das den
internationalen Jugend- und Studentenaustausch organisiert, schickte allein im Sommer 1995
etwa 130 Teilnehmer, die an Land und Leute interessiert waren, nach Deetz


Workcamp 1999

In der Zeit vom 19.06.1999 bis 25.09.1999 wurden in Deetz 5 Workcamps durchgeführt. Am 26.06.1999 wurde auf dem EJB die
Workcamp-Saison offiziell eröffnet.
Die jungen Menschen aus Europa und Japan haben wie in den Jahren zuvor mitgeholfen, den EJB weiter auszugestalten.
Sie kümmerten sich während des Aufenthaltes um den Garten, halfen bei Reparaturarbeiten am Haus, führten Schachtarbeiten durch
und halfen beim Bau eines Schleppdaches.

Nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch zusammen essen gehört zum Leben auf dem Jugendbauernhof.
So gibt es jeden Tag Gerichte der internationalen Küche. Gekocht wird natürlich selbst.
Jeden Tag ist jemand anderes dran.

Freizeitgestaltung steht auch ganz oben, so lernen die Jugendlichen auch die umliegende Region kennen.
Auch weitere Reisen standen auf dem Programm. So fuhr jedes Workcamp nach Berlin.
Sehr beliebt waren auch die Städte Leipzig, Wernigerode, Wittenberg, Wörlitz, Dessau und Magdeburg.


   

¤ 1.Workcamp  25.06. - 19.07.  - Jugendliche aus Spanien, Russland, Tschechien, Ukraine und Slowenien

¤ 2.Workcamp  19.07. - 09.08.  - Jugendliche aus Polen, Russland, Spanien, Frankreich, Marokko, Ukraine, Finnland,
                                                    Mazedonien und Deutschland

¤ 3.Workcamp  09.08. - 29.08.  - Jugendliche aus Russland, Ukraine, Spanien, Polen, Japan, Weißrussland,                                                                                         Frankreich,Slowakai, Korea, Marokko,Armenien und Deutschland

¤ 4.Workcamp  30.08. - 19.09.  - Jugendliche aus Russland, Irland, Ukraine, Japan, Türkei, Spanien und Tschechien




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Lage - Landschaftsbild Deetz/EJB

> Deetz liegt im Landkreis Zerbst früher Anhalt (s. 1945 Sachsen-Anhalt) Bezirk Magdeburg

        - 12° 12` geografische Länge, 52° 03` geografische Breite

        - Seit Jahrzehnten ungefähr 800 Einwohner

        - Teil einer Ebene Nordwest Fläming (Flämingvorland)

        - Sandiger Boden ist der Grund für die heute vergleichsweise
          geringe Besiedlung bzw. Auftreten von Wohnstallhäusern ¹
          (¹ Wohnstallhäuser - Mensch und Vieh unter einem Dach, mit dem Giebel zur Straße,
              im/nach dem 13.Jh. meist verschwunden)

        - Heutzutage sind überwiegend Wohnhäuser mit getrennter Scheune vertreten.
          (so wie es für einen Ackerbauern praktisch ist)



        - Fläming => Alle Gebiete im deutschen Ostkolonialraum werden so genannt
                             wo sich die Siedler (überwiegend Niederländisch) nach Flämischen Recht niederließen.

        - Der Fläming ist der Höhenrücken zwischen dem Elb-Urstromtal und dem Baruther Urstromtal
         (Eiszeitalter und Erdneuzeit)

        - Man unterscheidet zwischen dem westlichen Fläming, dem hohen Fläming und dem östlichen Fläming,
          auch bekannt als der niedere Fläming



Wissenswertes über den Fläming und Allgemeines





        - Flämisches Recht

                                &nbspGibt es seit dem 12.Jh., es erlaubt Siedlern, die Land urbar machten,
                                &nbspeine besonders grosse Hufenzahl (3 Hufen, früheres deutsches Feldmaß, ca. 1703a = 5,7ha)
                                &nbspzu bewirtschaften.

                              - Trockenschluchten durchschneiden im Fläming langgestreckte Sand- und Kiesrücken,
                                man nennt diese Rommeln oder Rummeln
                                (mundartlich Regenrinne Römmel Laden)

                              - (3 dieser Bäche oder auch Flüßchen haben den selben Namen - Nuthe [Rinne/Graben])

                              - Auf Karten wird die Südliche Nuthe als "Kleine Nuthe" bezeichnet

                              - Die Nördliche Nuthe fließt durch Deetz

                              - Vor und in Zerbst treffen die Nuthen zusammen

                             - Nördlich von Barby mündet die Nuthe in die Elbe

                             - Untergliederung aller Zuflüsse und Nebenarme feinadrig durch den Zerbster Raum (wie Nervenfasern).
                               Doch gesamt gesehen ist es nur eine einzige Nuthe

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Die Bedeutung des Namens "Deetz"

¤    Wegen der Endung "tz" deutete man bisher all diese Ortsnamen als Slawisch.
      Bei Deetz war die historische Namensentwicklung wie folgt:

1314 - Detitz

1534 - Deytz, daraus entwickelte sich 1556 Deetze

Gedeutet wurde: Zu Personennamen Deti, Datan u.a.
                            Pluralform Detici
                            Familie und Dorf des Deti, Kinderdorf zu Slawisch
                            deti = Kind, kindlicher Mensch oder zu altslawisch
                            Deetz = Kinderdorf oder Großvaterdorf

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Die neue Bedeutung des Namen Deetz

- altes Wasserwort -> in hochdeutscher Form nur noch Umgangssprachlicher Dialekt vorhanden
- Tritt in Ortsnamen auf (meist in hochdeutscher Lautverschiebung)
- Deetz -> Volkshochdeutsch = Dett
                           ====>bedeutet soviel wie Schlamm/Morast
            -> Hochdeutsch        = Detsch

- Wird davon ausgegangen, daß Deetz ursprünglich "Dett" hieß hieß dann gibt es für die Umformung (Dett -> Deetz) 2 Deutungsmöglichkeiten.


¤ Entweder -> Deetz -> hochdeutsche Version von Dett oder das Wort "Dett" wurde zu Dettiz.
                             (slawisch harmonisiert durch Anhängen des Suffix -iz)


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Einwohnerzahlen Deetz

1536 bewirtschafteten die Bauern, die aus 3 Lehnsschützen, 16 Vollspännern und 3 Kossaten bestanden, auch die wüste Mark Nedlitz

1618 hatte sich die Zahl der Ackerbauern auf 31 vermehrt - 14 Vollspänner, 3 Halbspänner und 14 Kossaten

1793 waren es 11 Vollspänner, 3 Halbspänner, 1 Viertelspänner, 1 Freibauer, 12 Kossaten, 5 Häusler, 6 Mietsleute und 2 Hirten

1817 waren es 14 Anspanner, 3 Halbspänner, 12 Kossaten und 23 Häusler

1818 hatte Deetz 281 Einwohner

1848 hatte Deetz 344 Einwohner

1871 wohnten in 67 Häusern 390 Einwohner

1900 in 97 Häusern lebten 547 Einwohner, und zwar 543 Evangelische und 4 Katholiken.
             112 Ehemänner und 107 Ehefrauen, 16 Witwer und 18 Witwen, 1 Geschiedener und 1 Geschiedene,
             161 männliche und 131 weibliche Ledige

auf insgesamt 111 Haushalte verteilt

1904 gab es 102 Wohnhäuser

1905 lebten in Deetz 589 Einwohner.
                    97 Häuser hielten Vieh:
                    125 Pferde
                    412 Rinder
                    568 Schafe
                    775 Schweine
                    105 Ziegen
                    196 Gänse
                    84 Enten
                    1723 Hühner
                    18 Puter
                    3 Perlhühner
                    2 Bienenstücke ohne bewegliche Waben
                    78 mit beweglichen Waben

-> Gemeindebezirk 1852, 60ha
(948,50 Acker- und Gartenland, 118 Wiesen, 80 geringe Weiden, 519,02 Forsten und zwar 40 Stiftungsforsten und 479,02 Privatholzungen, alles Kiefernbestand;18,32 Haus- und Hofräume; 132,76ha Wege, Gewässer und anderes) <-


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Der Garten

8 Jahre war der Garten ungenutzt/unbearbeitet, dadurch entstand meterhoher Wildwuchs an Sträuchen und Bäumen.
Der Garten wuchs förmlich zu.
Der Garten wurde bis runter zur Nuthe wieder urbar gemacht. Dadurch entstanden Spielecken für Kinder, ein Bauerngarten und ein
Naturgetreuer Holz/Steinhaufen (dieser bietet Nist und Schutzplätze [finden im freien Garten Platz])

Sträucher, Äste und Zweige mussten abgehackt/verbrannt werden, sowie marode und morsche Bäume.
Die stehengebliebenen schweren Wurzeln konnten nur mit Hilfe eines Traktors entfernt werden, da es per Hand unmöglich war.
Ein kleiner Teil wurde mit Spaten¹ umgegraben dadurch war die Pflanzung erster Blumenbeete und Gemüsearten möglich.

¹ Der restliche Garten wurde mit Hilfe eines Traktors gepflügt. Dabei bekamen wir tatkräftige Unterstützung eines Lohnunternehmers aus der näheren Umgebung.



- Kinder und Jugendliche können ihre Ferien/Projekttage hier verbringen und unter Anleitung von kompetenten Fachkräften
  Gartenarbeit verrichten bzw. den Garten bewirtschaften.
  Unser Ziel ist eine optimale Ernte zu erzielen. Um das zu gewährleisten, muss der Garten und die Pflanzen die darin wachsen
  richtig gepflegt werden.

Zu einem richtigen Bauernhof gehört natürlich auch ein wenig Land.
Einige Hektar Acker pachtete der Hof von der Pfarrergemeinde Deetz, eine weitere Fläche (Nutzen = Wiese) von Familie Weimeister.


Damals war der Übergang vom Hof zum Garten noch nicht gewährleistet, da er 1,5m tiefer als der Hof lag
und nur über eine Treppe zu erreichen war.
Es musste also ein Abhang zwischen Hof und dem Garten geschaffen werden, um ihn mit größeren Gartengeräten zu erreichen.
Mit Hilfe von schwerer Technik eines hilfsbereiten Landwirtes aus dem Ort wurde dann die Auffahrt begradigt.
Es fehlte nur noch die Aufschüttung der Seiten, diese sollte per Hand gemacht werden.
Dazu erfolgte eine Absprache mit den Jugendlichen des Ortes die sich bereit erklärten bei dieser Aufgabe
mitzuhelfen. Leider waren dies nur leere Versprechungen, denn kein einziger Jugendlicher kam, um zu helfen.
Doch trotz alle dem wurde der Abhang fertiggestellt.
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Bodenreform

Mit der Bodenreform 1945 wurden alle größeren Höfe ab 100ha enteignet.

Deetz besaß insgesamt 3 große Höfe
Einer davon gehörte Großbauer Friedrich Friedrich/Bathge . => dieser wird/wurde zum
"Europa Jugendbauernhof" umgestaltet/umgebaut.

Dort wird die Landwirtschaft und Tierhaltung der europäischen Jugend nicht nur vorgeführt,
sondern sie müssen auch selbst Hand anlegen. Leben auf dem Bauernhof mit allem was
dazu gehört.
Die jeweiligen Nationalitäten sollen sich kennenlernen, somit soll Fremdenfeindlichkeit
abgebaut und der Wunsch zum ländergrenzenüberschreitenden Tourismus gefördert werden.
Durch den Kontakt und die Pflege von Tieren, sowie Garten- und Feldarbeiten sollen
Bildungsprogramme ergänzt und erweitert werden, die Kreatur/das Tier/die Tiere als solche/s erkannt und ihr Dasein respektiert werden.
Träger dieser Einrichtung ist der Verein "Europa-Jugendbauernhof Deetz e. V."



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Belegungsplan 1998/1999/2000

































Art der Belegung
Datum 1998
Tage
Anzahl Personen
Ferienfreizeit
16.02.-21.02.
06
-
Tag der offenen Tür
18.04.
01
-
Franzisceum Zerbst Gruppe Wismar
22.04.-23.04.
02
23
Schülergruppe Anklam
23.04.-24.04.
02
26
Frauenunion-Klausurtagung
09.05.
02
23
Grundschule Deetz Kl. 3
14.05.
01
18
Grundschule Deetz Kl. 2
20.05.
01
28
KiGa "Knirpsentreff" Zerbst
-
-
21
Schülergruppe Zieko Kl. 5
03.06.-05.06.
02
27
Grundschule I Zerbst
24.06.
01
28
Indianerfest
26.06.
01
26
Kindergruppe aus Weißrussland
05.07.-19.07.
15
18
Grundschule Nedlitz Kl. 1 und Kl. 2
14.07.
01
40
Projekttag Kl. 5
20.07.
01
18
Projekttag Kl. 5
20.07.
01
22
Familie Braun
20.07.
01
04
Ferienfreizeit
27.07.-07.08.
12
20
KiGa "Knirpsentreff" Zerbst
30.07.-31.07.
02
24
Europa-Jugend-Deutschland Landesverband Bayern e.V.
09.08.-16.08.
08
17
Sekundarschule Roßlau Kl. 5
07.09.-10.09.
04
28
Familie Lüder
-
01
04
Familie Eppendorfer
-
01
04
Stadtchor Zerbst
16.10.-17.10.
02
35
Musikschule Coswig
26.10.-30.10.
05
28
Ferienfreizeit
26.10.-30.10.
05
15
Drachenfest
30.10.-31.10.
02
15
Adventsfeier für die Rentner
01.12.
01
30
Kinderweihnachtsfeier
10.12.
01
15
                                                          Belegung 1999             Belegung 2000

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Das Drachenfest

Am 30.10.1998 fand auf dem Europa Jugendbauernhof Deetz ein lustiges Drachenfest statt.
Pünktlich um 10Uhr machten sich alle Teilnehmer mit vollem Eifer an die Arbeit.
Zuerst schnitten die kleinen Handwerker Leisten zu bestimmten Maßen zurecht und bauten sich mit
Nägeln und Hammer ein Drachenkreuz. Dieses umspannten sie dann mit einer Schnur und zeichneten die
Umrisse einer Drachenfläche auf die Folie.
Nun mußte die Folie bloß noch am Drachengestell befestigt und die Steigleine angebracht werden.
Als nächstes war dann das künstlerische Geschick der Kinder gefragt. Phantasievoll bemalten sie ihre
Drachen mit lustigen Gesichtern oder anderen
originellen Motiven. Nach getaner Arbeit stärkten sich die fleißigen Drachenbauer zu Mittag mit
Spagetti und Tomatensoße.
Danach ging es gleich wieder an die Arbeit. Die Kinder bastelten bunte Papierschleifen für den
Drachenschwanz und erledigten die letzten Feinarbeiten.
Ob die Drachen nun auch wirklich fliegen? Um das herauszufinden, machten sich alle Kinder auf den
Weg zu einem freien Feldstück und versuchten ihr Glück.
Leider spielte ihnen das Wetter einen Streich. Ständige Regenschauer ud Kälte zwangen alle, bald
wieder umzukehren. Nach kurzer Aufwärmphase
mit heißem Tee und Kuchen wurden die Zimmer in Beschlag genommen und verschiedene Spiele
durchgeführt.
Krönender Abschluss dieses erfolgreichen "Arbeitstages" war die Disko nach dem Abendbrot. Müde und
geschafft ging es gegen 22Uhr ins Bett.
Am nächsten Morgen begaben sich alle nach ausgiebigem Frühstück mit ihren selbsthergestellten
"Kunstwerken" vom
Europa Jugendbauernhof aus wieder nach Hause.


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Eine Adventsfeier für die Renter

Alle Rentner der Gemeinde Deetz waren am 01.12.1998 recht herzlich zu einer Adventsfeier
auf dem Europa - Jugendbauernhof eingeladen. Nach der Begrüßung der Gäste durch Frau Weimeister, der Vorsitzenden des
Landesverbandes der Landwirte im Nebenberuf Sachsen - Anhalt e. V. und dem Bürgermeister, Herrn Weimeister, begann ein gemütliches Kaffeekränzchen mit selbstgebackenen Kuchen.
Anschließend führten Kinder des Ortes ein kleines Weihnachtsprogramm auf.
Sie sangen Weihnachtslieder, trugen Weihnachtsgedichte vor, verzauberten die Gäste
durch kleine Tricks, tanzten und spielten das Märchen "Das Rübchen".
Dafür erhielten die Kinder von den begeisterten Rentnern einen kräftigen Applaus.
Im Anschluss daran hatten die Rentner die Möglichkeit, sich mit den Räumlichkeiten des Hauses und dem Hof vertraut zu machen und erfuhren gleichzeitig Wissenswertes über Ziele und weitere Vorhaben auf dem EJB:
Viele Rentner nutzten auch die Möglichkeit, Weihnachtsgestecke und Weihnachtsschmuck zu erwerben
die bzw. der von fleißigen Kinderhänden und den Mitarbeitern selbst gebastelt wurde.

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Die Kinder - Weihnachtsfeier

Aus dem verschneiten Wald besuchte am 10.12.1998 um 15Uhr der Weihnachtsmann die Kinder auf dem EJB in Deetz.
Die Kinder waren sehr überrascht, als es an der Tür klopfte und der Weihnachtsmann mit seinem schweren, großen Sack eintrat.Er hatte natürlich für jedes Kind etwas mitgebracht.
Doch bevor die Kinder ihre Geschenke bekamen, mussten sie ein Gedicht vortragen oder ein Lied singen.
Der Weihnachtsmann war über jedes Kind gut informiert, denn er hatte aus seinem Wald mit einem großen Fernrohr die Kinder auf dem EJB beobachtet.
Er lobte die Kinder, aber tadelte auch einige und hofft(e), dass sie sich im nächsten Jahr bessern werden.
In seinem schweren Sack befanden sich außerdem
ganz unten zwei Pakete, in denen für alle Kinder, die den EJB besuchen, zwei wunderschöne Gesellschaftsspiele eingepackt waren.
Die Spiele wurden von den Spenden, die die Kinder zur Adventsfeier von den Rentnern der Gemeinde Deetz erhielten, gekauft.ihnen noch einen schönen Nachmittag.
Dafür möchten sich die Mitarbeiter des EJB und die Kinder noch einmal ganz herzlich bedanken.
Als nun alle Geschenke verteilt waren und der Weihnachtsmann und sich etwas aufgewärmt hatte, verabschiedete er sich von den Kindern und wünschte
Die Kinder packten ihre Geschenke aus und haben sich den Kuchen und den heißen Tee richtig schmecken lassen.
Anschließend schauten sie sich gemeinsam das Weihnachtsmärchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" an.
So gegen 18.00Uhr machten sich die Kinder auf den Heimweg.

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Winterferienfreizeit 1999

Am 08.02. um 11.30Uhr trafen 20 Kinder aus Deetz und dem Landkreis Anhalt - Zerbst
auf dem Europa - Jugendbauernhof zur Winterferienfreizeit ein.
Der 1. Tag begann nach dem Mittagessen und der Zimmereinrichtung mit einer Wanderung
um den Deetzer Teich.

Am darauffolgenden Tag bauten einige Kinder in der Werkstatt des Bauernhofs mit Hilfe der
Mitarbeiter Vogelhäuschen aus Birkenholz. Die Mädchen und Jungen zeigten dabei viel Geduld und Geschick.
Der selbstständige Umgang mit Hammer und Nagel bereitete ihnen große Freude.
Nebenbei erfuhren die Kinder auch, wann und wie die Vögel gefüttert werden dürfen.
Die anderen Kinder fertigten Gipsmasken von ihrem Gesicht an und bemalten diese am
nächsten Tag mit originellen Motiven.
Am Nachmittag fuhren die Kinder mit dem Bus nach Nedlitz. Dort erwartete und begrüßte sie Herr Grill, ein ehemaliger Förster.
Er wanderte mit ihnen durch den verschneiten Winterwald, zeigte ihnen Nistkästen, erklärte die verschiedenen Tierspuren
und beantwortete natürlich auch die vielen Fragen der Kinder.

Nach dem Abendbrot versammelten sich die Feriengäste im Clubraum des EJBs und lauschten mit großer Aufmerksamkeit
der Buchlesung von Frau Ursin aus der Kreisbibliothek Zerbst.
Sie sprach zum Thema "Tiere im Winter" und erzählte die Geschichte vom "7ten Siebenschläfer".
"Weg mit dem Winterspeck" hieß es am nächsten Tag. In der Deetzer Turnhalle eiferten die Sportsfreunde bei
Gruppenwettkämpfen um den Siegerplatz und ihr Können beim Zweifelderball..

Mit dem Pferdewagen, geführt von Herrn Jakob und Herrn Rose, besuchten die Kinder am 11.02.1999 den Reiterhof
von Herrn Fischer in Dobritz. Ganz Mutige konnten in der Longe reiten. Auch das Reiten auf dem bauernhofeigenen
Haflinger "Heiko" war für die Mädchen und Jungen ein besonderes Erlebnis.

Trotz eisiger Kälte fuhren alle mit Begeisterung am Nachmittag in die Zerbster Schwimmhalle und
tummelten sich dort im nassen Element. Als krönenden Abschluss startete am Abend nach Pizza und Soljanka
eine lustige Faschingsparty. Nach ausgiebigem Schminken und Verkleiden in witzige Kostüme erlebten
die kleinen Narren zunächst ein Faschingsprogramm, welches Kinder aus Deetz fleißig
einstudiert hatten und nun präsentieren konnten. Mit Discomusik und einigen spannenden Spielen wurde
der Abend so richtig gemütlich.
Am 12.02.1999 hieß es Abschied nehmen. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen verließen die Kinder zufrieden
und glücklich den EJB. Da es einigen Kindern so gut gefiel, meldeten sie sich gleich für die kommende Sommerferienzeit an.


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